Hausbockkäfer

Der Hausbockkäfer ist nahezu ausschließlich auf dem europäischen Festland verbreitet, im Mittelmeerraum sowie auf den britischen Inseln ist seine Verbreitung kaum zu beobachten. Er tritt überwiegend in Häusern auf, hierbei bevorzugt er die Dachkonstruktionen.

Im Außenbereich entwickelt er sich vor allem in Leitungsmasten, Zaunpfählen und ähnlichem, wobei diese aus geeigneten Hölzern beschaffen sein müssen.

Aussehen

Die Käfer sind 10 bis 25 mm lang und haben die typisch langen unterteilten Fühler. Die Flügeldecken haben auffallende weiße Flecken, welche aus weißen Härchen bestehen. Sie ziehen sich über beide Flügeldecken. Auf dem Halsschild des Käfers befinden sich zwei schwarz-glänzende Schwielen.

Im Gegensatz zu den Weibchen sind die männlichen Tiere durchschnittlich kleiner, haben längere Fühler und besitzen keinen verlängerten Analschild.

Die Larven des Hausbockkäfers sind in ausgewachsenem Zustand etwa 15 bis 30 mm lang. Sie sind länglich gestreckt und kaum behaart. An den vorderen Brustringen befinden sich drei Beinpaare, welche bis auf kurze Stummel zurückgebildet sind und mit bloßem Auge nur schwer zu erkennen sind. Die drei Punktaugen befinden sich jeweils links und rechts auf der Fühlerbasis in senkrechter Reihe.

Lebensweise

Das Hausbockkäferweibchen legt in 4 bis 7 Gelegen ca. 50 bis 160 Eier, welche 2 mm lang sind. Die Larven ernähren sich von Eiweißstoffen des befallenen Nadelholzes. Das Splintholz, dessen Eiweißgehalt besonders hoch ist, wird bevorzugt befallen.

Befallsmerkmale

Die angerichteten Schäden durch den Hausbockkäfer beruhen im wesentlichen auf die Fraßtätigkeit der Larven, die in langjährigen Prozessen Fraßgänge im Holz anlegen und somit tragende Teile von Häusern in ihrer Statik schädigen. Rückschlüsse auf die Zerstörung des Holzes lassen sich durch die Anzahl der Ausfluglöcher nicht ziehen.

Die Larven lassen die beim Holz papierdünne Außenschicht unversehrt, um sich unter der Oberfläche zu verpuppen. Die Larvengänge sind im Querschnitt oval, welche mit Kot und lockerem Bohrmehl gefüllt sind. Sie zeigen eine typische "Rippelmarkenstruktur".

Grenzwerte

Bei Temperaturen unterhalb von 10° C stellen die Larven ihre Fraßtätigkeit ein, nehmen sie aber bei steigenden Temperaturen wieder auf. Frost ertragen sie bis -10° C und Hitze nur bis etwa 38° C.

Prophylaxe durch Impfen des Holzes.