Marder aus dem Dach oder vom Dachboden zu vertreiben ist eine komplexe Aufgabe.

Der Schädlingsbekämpfer ist hier der ideale Ansprechpartner.

Er verfügt über das nötige Wissen und Erfahrung und kann den Wohnort der Betroffenen vor größeren Schäden bewahren.

 

Wir von ABID haben über die Jahre bereits zahlreiche Häuser von Mardern befreit, ohne dass die Tiere leiden mussten. Trotz der ungünstigen Situation für alle Parteien ist der Marder, wie jedes andere Tiere auch, ein schützenswerter Kamerad, der sich als Kulturfolger des Menschen bei uns scheinbar sehr wohl fühlt.

 

 

Steckbrief

 

Der Steinmarder gehört zur Ordnung der Raubtiere. Wie seine anderen Namen Dachmarder oder Hausmarder verraten lebt er in unmittelbarer Umgebung des Menschen.

 

Seine Anpassungsfähigkeit an die Lebensbedingungen innerhalb der menschlichen Lebensräume ist meisterhaft.

 

Steinmarder sind keine Raubtiere in dem Sinne, dass sie vom Fang von Beutetieren abhängig wären. Sie ernähren sich zu achtzig Prozent von Früchten.

 

Gewicht                      1-2 kg

 

Aussehen                   

 

Ähnlich einer Katze, pelzig, kürzere Beine, Schwanz buschig

 

das Fell ist grau-braun gefärbt, die kurzen Wollhaare scheinen unter den Grannenhaaren als helle Unterwolle durch

 

Der Kehlbereich ist weiss gefärbt, mitunter mit braunen Flecken, hier und da sind auch die Zehen weiss, es gibt auch ganze Albinos, kein Marder gleicht dem anderen 1:1

 

Das Winterfell ist plüschiger als das Sommerfell, der Wechsel findet zwischen Ende April und Mitte Juni statt. Das Winterfell beginnt sich Ende August auszubilden.

 

 Die Männchen wiegen bis 1.650, die Weibchen bis 1.250 Gramm

 

Schädel flach, nach vorne hin zugespitzt

 

Der Kopf des Männchens ist etwas runder, massiver als bei Weibchen

 

 Ohren abgerundet, dreieckige Form

 

Nase fleischfarben

                                  

 Augen schwarz

                       

Hinterbeine etwas länger als Vorderbeine

                       

Sohlenballen an den Füssen bilden eine rutschfeste Lauffläche

 

Krallen an den Zehen, nicht zurückziehbar

 

typisches Raubtiergebiss mit langen Eckzähnen und Fangzähnen

           

Je 1 Backenzahn im Ober- und Unterkiefer scherenartig als

"Reisszähne" ausgebildet, die wie eine Schere 

gegeneinanderwirken, ein typisches Merkmal von Raubtieren 

 

Mahlzähne dienen dem Zerkleinern von Früchten und      

Schneidezähne für das Herausziehen von Regenwürmern

und für das Abziehen von Beeren

                                  

Der Steinmarder riecht und hört hervorrragend.

Das Sehvermögen ist dahingehend nur durchschnittlich ausgebildet.

 

Bei der Jagd oder auf der Pirsch sichert der Marder seine Umgebung stets genau ab. Alle Sinne sind dann auf Empfang. Beim Aufspüren von Beute werden besonders Hör- und Riechorgan eingesetzt. Die Ohrmuschel oder auch der ganze Kopf wird in die Richtung gedreht, wo Geräusche besser wahrgenommen werden sollen.

 

Für den besseren Überblick richtet sich das Tier auf, die Nase schnuppert nach interessanten Gerüchen.

 

Besonders wichtig in der Nacht sind die Tasthaare, worüber der Marder weitere Information über seine Umgebung aufnehmen kann.

 

Für die Verständigung untereinander ist der Geruchssinn sehr wichtig, die Tiere senden mit ihren Drüsensekreten sowie über Kot und Urin verschiedene Duftbotschaften aus. Sie verständigen sich aber auch bei der direkten Begegnung über Laute.

 

Die Fortbewegung des Marders lässt sich besonders an den wellenförmigen Springbewegungen charakterisieren. Dann befindet er sich im Galopp.

Ansonsten kennt er noch die leichte Fortebewegungsweise wie Trab und Kurzgalopp und das entspannte, langsame, vorsichtige, erkundende Gehen.

 

Hauswände, Rauhputz, Backstein sind für den Supersportler kein Problem. Abwärts geht es mit dem Kopf voran, die Hinterfüsse werden dabei nach hinten weggedreht, um besseren Halt zu gewährleisten.

 

Das Springen von Baum zu Baum ist eher die Spezialität des Baummarders.

 

Jeder Marder hat sein eigenes Revier, das er gegen Artgenossen verteitigt, teils überlappen sich die Reviere und hier und da werden kleinere Gebiete mit dem anderen geteilt. Das Rever wird über Duftmarken abgegrenzt. Angehörige des anderen Geschlechts werden geduldet.

 

Das Revier des Marders ist je nach Nahrungs- und Nistangebot unterschiedlich groß. Es reicht von 20 Hektar bis 300 Hektar.

 

Die Rüden haben für gewöhnlich größere Gebiete als die Fähen. Die Reviere sind jahreszeitabhängig größer oder kleiner. Das größte Gebiet nehmen die Rüden im Sommer ein, das sich überlagert mit anderen Gebieten der Fähen. So kann er sich beispielsweise mit zwei Fähen paaren.

 

Stirbt ein Marder, so wird sein Revier nachbesetzt. Auch durchstreifen "Revierlose" Territorien, bis sie ein neues finden. Alte Marder verlieren mitunter ihr Revier an Jungtiere.

 

Der Marder hat verschiedene Schlafplätze, an offenen Stellen im Gebüsch, auf Rapsfeldern, auf Bäumen, neben Garagen, in Lagerhallen und vor allem die Zwischenböden menschlicher Behausungen. Die werden sehr gerne bei schlechtem Wetter aufgesucht.

 

Der M. ist dämmerungs- und nachtaktiv. In der Paarungszeit kommt es vor, dass sie auch tagsüber umherstreifen. Jungtiere, denen der Tag- und Nachrhythmus noch fehlt wecken ihre Mutter oft tagsüber beim Spielen auf.

 

Je nach Witterung und vor allem im Winter wird die Aktivität stark herabgesetzt.

 

Nahrung: Vögel (Tauben, Star, Amsel, Haussperling), Mäuse, seltener jüngere Ratten, Beeren (Himbeere, Brombeere, Vogelbeere), Früchte (Kirschen, Zwetschgen, Äpfel, Birnen), Eier, Reptilien und Amphibien wie Eidechsen und Frösche, Insekten, Larven, Schnecken, Regenwürmer, weniger Käfer, Wespen, Bienen, Grillen, Heuschrecken

 

Der Marder verzehrt sehr gerne häusliche Abfälle und Schlachtabfälle, altes Brot, Schokolade, Haus-Tierfutter und Meisenknödel, Käse- und Wurstrinden, Apfelschalen von Kompostern, Müllsäcken, öffentlichen Abfalleimern und weggeworfene Essensreste.

 

Der Favorit sind jedoch immer noch Hühnereier. Diese werden gerne unter dem Dach als Depot angelegt.

 

Text wird gelegentlich erweitert.