Bettwanzen

 

Aussehen

Erwachsene Bettwanzen sind abgeflacht und rotbraun gefärbt. Frisch geschlüpft bzw. ausgehungert sind sie 5-6 mm lang, vollgesogen können sie 8-9 mm erreichen. Bettwanzen sind flugunfähig, sie verfügen lediglich über ein paar Flügelstummel. Auf der Körperunterseite liegt ein gegliederter Stechrüssel, der zu Nahrungsaufnahme nach vorn geklappt wird. Das Brustschild ist beiderseits des kleinen Kopfes bis in die Augennähe verlängert. Männchen und Weibchen unterscheiden sich leicht in ihrer Körperform.

 

Biologie

Erwachsene Bettwanzen werden mehrere Monate alt. Da die Weibchen zeitlebens täglich ca. 2-3 Eier legen, produziert jedes Weibchen im Laufe des Lebens etwa 350-400 Eier, die in der Umgebung festgeklebt werden. Die Eier sind 1 mm lang, anfangs noch weißlich, nach dem Schlüpfen der Eilarven jedoch farblos und durchsichtig. Die Geschwindigkeit der Eientwicklung wird maßgeblich von der Temperatur beeinflusst. Bei einer Zimmertemperatur von 20 Grad Celsius beträgt sie ca. 2 Wochen. Die Entwicklung zur erwachsenen Bettwanzen erfolgt über fünf Larvenstadien. Die Larven ähneln, von der Größe abgesehen, bereits den erwachsenen Tieren.

 

Die ersten Larvenstadien sind nahezu durchsichtig, die späteren Stadien werden allmählich dunkler. Die Färbung hängt auch vom Ernährungszustand ab, da der Darminhalt von außen erkennbar ist. Die Entwicklungsdauer der Larven wird ebenfalls von der Temperatur beeinflusst; bei einer durchschnittlichen Zimmertemperatur von 20 Grad Celsius liegt sie bei 2-3 Monaten.

 

Sämtliche bewegliche Entwicklungsstadien beider Geschlechter ernähren sich vom Blut des Menschen. Der Vorgang des Blutsaugens beansprucht bei erwachsenen Bettwanzen 10-15 Minuten, bei den einzelnen Larvenstadien entsprechend weniger.

 

Die Blutaufnahme erfolgt in der Regel einmal pro Woche. Steht vorübergehend kein Wirt zur Blutaufnahme zur Verfügung, sind Bettwanzen in der Lage mehrmonatige Hungerperioden unbeschadet zu überstehen. Erwachsene B erreichen ein Alter von 6-12 Monaten. B sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.

 

Tagsüber halten sie sich in trockenen Kleinstverstecken, sogenannten Refugien auf. Über Aggregationspheromone locken sich B unterschiedlicher Entwicklungsstadien gegenseitig an, so dass größere Ansammlungen entstehen.

 

Alarmpheromone, die als Hauptbestandteil Hexenal und Octenal enthalten, veranlassen die schnelle Flucht der B bei drohender Gefahr. Alarmpheromone könnten bei der Ausbreitung von Wanzen in Gebäuden eine Rolle spielen.

Bettwanze in Gummierung des Lattenrost

 

 

 

Verhaltensregeln für Betroffene / Auftraggeber

Wenngleich wohl niemand gern in einem Zimmer nächtigt, das von Bettwanzen heimgesucht wird, so ist es (zumindest im Privatbereich) dennoch empfehlenswert, dass Betroffene auch weiterhin in behandelten Zimmern schlafen. Dadurch kommen die Bettwanzen eher mit den ausgebrachten Insektiziden in Kontakt und außerdem ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Wanzen in benachbarte Räume abwandern. Das wichtigste Argument für das Übernachten in befallenen Räumen ist jedoch, dass anhaltende nächtliche Stiche am zuverlässigsten Auskunft darüber geben, ob ein Bettwanzenbefall weiter vorliegt oder nicht. Bitte lassen Sie sich vor Ort von uns beraten, um Fehler und unnötigen Zeitverlust zu vermeiden. Bitte wenden Sie keine Sprays an und wenden sich direkt an mich.

 

 

ABID e.K. Kammerjäger und Schädlingsbekämpfung Köln

Telefon Mobil +49 (0)1577 9231312

Techniker Dirk Schepers

 

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Notdienst

 

Stiche und Sichtreaktionen

Die meisten Menschen reagieren auf Wanzenstiche mit kleineren Pusteln und Juckreiz. Allerdings gibt es erhebliche individuelle Unterschiede in der Reaktion des Menschen auf Bettwanzenstiche. Während besonders unempfindliche Menschen kaum Reaktionen zeigen, können bei empfindlichen Menschen stärkere allergische Reaktionen auftreten. Gerade bei unempfindlichen Menschen kommt es häufiger zu Massenbefall mit B, da sich die betroffenen Menschen von ihnen nicht belästigt fühlen. Spezifische Krankheitskeime werden von Bettwanzen nicht übertragen. Durch Aufkratzen juckender Pusteln kann es jedoch zu Sekundärinfektionen kommen. Selbst für Hautärzte ist es nicht möglich, anhand von Stichreaktionen eindeutig auf Bettwanzenbefall zu schließen. Von Befall Betroffene klagen häufig über massive Schlafstörungen.

Erste Hilfe gegen Bettwanzen

Die Matratze frei legen und nur ein Laken als Unterlage benutzten. Dann die Bereiche gründlich absaugen. Den Kammerjäger rufen und einen Termin machen. In der Zwischenzeit die Bettwäsche waschen und an anderen Orten lagern. Wäsche kann auch eingefroren werden bei wenigstens Minus 18 Grad und das über wenigstens einen Tag. Das gilt für Wäsche, die nicht bei 60 Grad Celsius gewaschen werden kann. Auch ein Trockner ist eine gute Sache als erste Hilfe. Eine Behandlung durch den Kammerjäger ersetzt diese erste Hilfe nicht. Rufen Sie uns an, wir können helfen. Sprühen Sie bitte nicht selbst. Das vertreibt die Tiere unnötig in andere Bereiche.

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Bettwanze an Wand

Gefangene Bettwanzen im Glas